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Handy richtig reinigen: So schützen Sie Ihr Smartphone

Person reinigt ein Smartphone mit Tuch und Reinigungsflüssigkeit auf einem Holztisch in der Küche.
In diesem Artikel
  1. Müssen Handys wirklich gereinigt werden?
  2. Manche Reinigungsmittel schaden Ihrem Handy
  3. Handy richtig reinigen: So geht es
  4. Mit diesen Tipps versehentliche Schäden vermeiden
  5. Wie oft sollte ich mein Handy reinigen?

Wir waschen uns die Hände, desinfizieren Einkaufswagen und wischen Tische im Café ab.

Doch wie steht es um unsere Handys? Wir berühren diese Geräte dutzende Male täglich und nehmen sie überallhin mit – von der Küche über den Esstisch bis ins Badezimmer.

Auf Handys können sich zahlreiche potenzielle Krankheitserreger befinden. Wann haben Sie Ihres zuletzt gereinigt – und womit?

Wer zu den falschen Reinigungsmitteln oder Hilfsmitteln greift, kann die Schutzbeschichtungen des Handys abtragen, wasserabweisende Dichtungen beeinträchtigen oder sogar die Berührungsempfindlichkeit des Displays verändern.

Müssen Handys wirklich gereinigt werden?

Auf Touchscreens sammeln sich Fingerabdrücke und Schlieren. Das Display abzuwischen, hat daher sowohl optische als auch praktische Gründe.

Ein weiterer Aspekt sind mögliche Gesundheitsrisiken. Wenn Mobiltelefone auf Mikroorganismen untersucht werden, entdecken Forschende regelmässig Hunderte Arten von Bakterien und Viren.

Nicht alle davon lösen Erkrankungen aus, doch eine Übertragung ist grundsätzlich möglich. Wir verwenden Handys im Bad und halten sie danach nahe an den Mund, greifen beim Essen danach und reichen sie bei Besprechungen, in Cafés, auf Feiern oder in Klassenräumen weiter.

Anders als Hände, die mehrmals täglich gewaschen werden können, werden Handys nur selten gründlich gereinigt – wenn überhaupt.

Wer sein Handy desinfizieren möchte, sollte dabei unbedingt vermeiden, es zu beschädigen.

Manche Reinigungsmittel schaden Ihrem Handy

Ein schneller Wisch mit Haushaltsreiniger oder Händedesinfektionsmittel scheint vielleicht eine praktische Lösung für ein sauberes Handy zu sein. Viele dieser Produkte können jedoch mit der Zeit die Oberfläche und innere Bestandteile des Geräts angreifen.

Apple und Samsung raten etwa beide davon ab, auf ihren Geräten Bleichmittel, Wasserstoffperoxid, Essig, Sprays, Glasreiniger oder Alkoholtücher mit einer Alkoholkonzentration von mehr als 70 % zu verwenden.

Die meisten Smartphones besitzen eine oleophobe Beschichtung: einen dünnen Film, der Fingerabdrücke und Schlieren abweist. Aggressive Chemikalien wie Alkohole, Aceton oder ammoniakhaltige Reiniger können diese Schicht entfernen. Dadurch wird das Display anfälliger für Verschmutzungen, und die Reaktion auf Berührungen kann schlechter werden.

Essig, ein verbreitetes Hausmittel zur Desinfektion, kann wegen seines hohen Säuregehalts Kanten aus Aluminium oder Kunststoff angreifen. Bleichmittel und Wasserstoffperoxid wirken zwar sehr gut desinfizierend, sind für die empfindlichen Materialien von Unterhaltungselektronik aber ebenfalls zu aggressiv.

Tücher mit hohem Alkoholgehalt können Kunststoffe bei wiederholter Anwendung austrocknen und brüchig machen.

Kurz gesagt: Ist ein Reiniger stark genug, um die Küchenarbeitsplatte zu desinfizieren, ist er für Ihr Handy wahrscheinlich zu scharf.

Handy richtig reinigen: So geht es

Die gute Nachricht: Das Handy korrekt zu reinigen, ist einfach und günstig. Sie müssen lediglich die Empfehlungen grosser Hersteller beachten. Trennen Sie das Gerät vor dem Reinigen vom Strom und entfernen Sie Schutzhüllen sowie Zubehör.

Die meisten Technologieunternehmen empfehlen zum Säubern empfindlicher Bereiche wie Lautsprechergitter und Ladeanschlüsse 70-prozentige Isopropylalkohol-Tücher – nicht höher konzentriert –, weiche Mikrofasertücher sowie antistatische Bürsten mit weichen Borsten aus Nylon, Pferdehaar oder Ziegenhaar.

Während der COVID-Pandemie passte Apple seine Reinigungsrichtlinien an. Seitdem ist die sanfte Verwendung von Clorox-Desinfektionstüchern und 70-prozentigem Isopropylalkohol bei iPhones erlaubt, sofern die Displaybeschichtung nicht beschädigt wird und keine Feuchtigkeit in das Gerät gelangt.

Samsung gibt ähnliche Hinweise: Nutzerinnen und Nutzer sollen ihre Handys mit einem leicht mit einer 70-prozentigen Alkohollösung angefeuchteten Mikrofasertuch abwischen. Anschlüsse und Öffnungen dürfen dabei nicht direkt benetzt werden.

Mit diesen Tipps versehentliche Schäden vermeiden

Sprühen Sie Flüssigkeit niemals unmittelbar auf das Handy. Feuchtigkeit kann in Anschlüsse und interne Bauteile eindringen und Kurzschlüsse oder Korrosion verursachen.

Auch das Eintauchen des Handys in eine Reinigungslösung ist riskant – selbst bei wasserresistenten Modellen. Die Dichtungen, die das Eindringen von Wasser verhindern, darunter Gummidichtungen, Klebstoffe, Nanobeschichtungen und Silikonschichten, können mit der Zeit nachlassen.

Verzichten Sie auf Küchenrolle, Papiertaschentücher und raue Tücher. Sie können Kratzer auf dem Display hinterlassen oder Fusseln abgeben, die Öffnungen verstopfen.

Seien Sie ausserdem mit übermässigem Reinigen vorsichtig. Häufiges Wischen oder starkes Schrubben kann Schutzschichten abnutzen. Das Gerät wird dadurch anfälliger für Fingerabdrücke, Schlieren und langfristige Oberflächenschäden.

Wie oft sollte ich mein Handy reinigen?

Eine verbindliche Regel für die Reinigungshäufigkeit gibt es nicht. Bei normaler Nutzung ist es jedoch sinnvoll, das Handy mindestens einmal pro Woche gründlich abzuwischen.

Wenn Sie Ihr Handy regelmässig an Orten mit höherem Risiko verwenden, etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln, Spitälern, Fitnessstudios oder Badezimmern, sollten Sie es öfter reinigen.

Wer Hygiene ernst nimmt, sollte nicht nur die Hände säubern, sondern auch einen Gegenstand, den man jeden Tag besonders häufig berührt.

Die falsche Reinigung kann das Gerät schleichend beschädigen. Richtig durchgeführt ist sie jedoch unkompliziert, kostengünstig und rasch erledigt.

Meena Jha, Leiterin des Clusters Technologie und Pädagogik CML-NET, CQUniversity Australia

Dieser Artikel wurde unter einer Creative-Commons-Lizenz von The Conversation erneut veröffentlicht. Lesen Sie den Originalartikel.

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Martin Kogler

Martin Kogler ist vielseitiger Fachautor und Berater mit langjähriger Erfahrung in Handwerk, Haushalt, Technik und praktischen Alltagslösungen. Als echter Allrounder interessiert er sich besonders für nachhaltige Reparaturen, smarte Werkzeuge und Tipps, die das Leben daheim einfacher und effizienter machen.

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