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Waschmaschine: Diese Uhrzeit sollten Sie meiden, um Strom zu sparen

Person steuert Waschmaschine per Smartphone in heller Küche mit Holztisch und Pflanzen.
In diesem Artikel
  1. Warum die Uhrzeit beim Waschen so wichtig geworden ist
  2. Diese Uhrzeit sollten Sie für die Waschmaschine vermeiden
  3. Die besten Zeiten für günstiges Waschen mit der Waschmaschine
  4. Der oft unterschätzte Sparfaktor: das Eco-Programm
  5. So arbeitet die Waschmaschine effizient: Pflege und Beladung
  6. Was Waschmaschine und Stromnetz gemeinsam haben
  7. Wie groß der Effekt auf die Stromrechnung sein kann
  8. Was Sie sich merken sollten

Mit wenigen unkomplizierten Maßnahmen lässt sich das jedoch ändern.

Wer nach der Arbeit am Abend rasch noch eine Waschmaschine einschaltet, ist keineswegs eine Ausnahme. Häufig belastet das aber unnötig die Haushaltskasse und das Stromnetz. Denn wann sich die Trommel dreht, beeinflusst sowohl die Rechnung als auch den CO₂-Fußabdruck. Ohne Einbußen beim Komfort lässt sich hier einiges optimieren.

Warum die Uhrzeit beim Waschen so wichtig geworden ist

In Europa richtet sich der Strompreis zunehmend nach Angebot und Nachfrage. Benötigen viele Menschen gleichzeitig Energie, steigen die Kosten und die Belastung des Netzes. Nach Angaben verschiedener Energieversorger verursachen Haushaltsgeräte wie die Waschmaschine durchschnittlich rund 6 Prozent des Stromverbrauchs eines typischen Haushalts – also weit mehr als bloß ein nebensächlicher Anteil.

Schon kleine Änderungen bei den Waschgewohnheiten können die eigene Stromrechnung senken. Gleichzeitig tragen Haushalte dazu bei, Lastspitzen im Netz abzuflachen. Angesichts von Wärmepumpen, Elektroautos und einer wachsenden Zahl elektrischer Geräte ist das ein Faktor, den man nicht unterschätzen sollte.

Der größte Hebel liegt nicht beim Waschmittel, sondern bei Uhrzeit, Temperatur und Programmwahl.

Diese Uhrzeit sollten Sie für die Waschmaschine vermeiden

An Werktagen fällt die besonders kritische Zeit meist in das Fenster von 18–22 Uhr. Dann kommen viele Menschen heim, kochen und schalten Fernseher, Computer, Herd sowie häufig auch Trockner oder Geschirrspüler ein. Netzbetreiber bezeichnen diese Phase als Abendspitze.

Bei vielen Tarifen gehören diese Stunden zu den Hochtarif- oder Volltarif-Zeiten. Dann kostet die Kilowattstunde am meisten. Läuft zusätzlich eine Waschmaschine, steigt der Verbrauch weiter an – ebenso wie die Kosten.

  • Typische Spitzenzeit: etwa 18–22 Uhr
  • Problem: hohe Nachfrage, höhere Preise, stärker belastetes Netz
  • Folge: die gleiche Ladung Wäsche kann spürbar teurer werden als nachts oder am frühen Morgen

Wer aus Gewohnheit regelmäßig direkt nach Dienstschluss wäscht, wird das auf Dauer auf der Stromabrechnung bemerken. Vor allem bei Verträgen mit klarer Preisstaffelung zwischen Hoch- und Niedertarif kann es sich deutlich auszahlen, Waschgänge zu verlegen.

Die besten Zeiten für günstiges Waschen mit der Waschmaschine

Bei vielen Anbietern liegen die günstigsten Stunden zwischen 22 Uhr am Abend und 6 Uhr in der Früh. Energieversorger sprechen in diesem Zeitraum von Niedertarif- oder Schwachlastzeiten. Industrie und Haushalte benötigen dann wesentlich weniger Strom, das Netz ist weniger beansprucht und Energie wird günstiger angeboten.

Wer einen Zwei-Zonen-Tarif hat, sollte die Vertragsunterlagen prüfen: Dort sind die exakten Zeitfenster angeführt. An Wochenenden oder Feiertagen gelten günstige Zeiten häufig auch über längere zusammenhängende Zeiträume.

Einmal die Waschmaschine programmieren – und jede Nacht automatisch zum Niedertarif waschen lassen: Das spart Geld, ohne dass jemand später ins Bad laufen muss.

So setzen Sie günstige Stunden praktisch um

Die meisten modernen Waschmaschinen verfügen über eine Startzeitvorwahl oder einen Timer. Damit kann das Gerät so eingestellt werden, dass der Waschgang mitten in der Nacht oder früh morgens endet – ohne dass jemand dafür aufstehen muss.

  • Wäsche am Abend einfüllen und Waschmittel dosieren
  • Die Startzeit so einstellen, dass der Waschgang innerhalb der Niedertarif-Zeit beginnt
  • Optional das Programm so wählen, dass die Wäsche kurz vor dem Aufstehen fertig ist

Mit einem dynamischen Stromtarif, bei dem Preise stundenweise abgerechnet werden, lässt sich noch mehr herausholen. Viele Anbieter zeigen in ihren Apps, zu welchen Zeiten Strom besonders günstig ist. Dann kann es sinnvoll sein, die Waschmaschine genau in diesen Stunden laufen zu lassen, selbst wenn sie außerhalb der üblichen Nachtzeiten liegen.

Der oft unterschätzte Sparfaktor: das Eco-Programm

Nahezu jede neuere Waschmaschine besitzt heute ein Eco- oder Sparprogramm. Viele Menschen verzichten darauf, weil es deutlich länger dauert. Meist spart dieses Programm dennoch Energie, weil es niedrigere Temperaturen und optimierte Waschphasen nutzt.

Der größte Energieanteil entfällt physikalisch auf das Erwärmen des Wassers. Im Alltag reichen statt 60 Grad oft 30 oder 40 Grad aus. Eco-Programme machen sich diesen Umstand zunutze: Sie arbeiten mit geringeren Temperaturen und längeren Einweichzeiten.

Selbst wenn das Eco-Programm doppelt so lange dauert, verbraucht es in der Regel deutlich weniger Strom, weil das Wasser kälter bleibt.

Wann Eco passt – und wann nicht

Für Alltagswäsche wie T-Shirts, Hosen, Bettwäsche oder bunte Textilien ist das Sparprogramm meist die sinnvollste Einstellung. Die Kleidung wird sauber, die Farben werden geschont und die Stromkosten sinken. Bei stark verschmutzter Arbeitskleidung oder bei hygienisch sensiblen Textilien wie Windeln und Handtüchern können allerdings höhere Temperaturen erforderlich sein.

Viele Hersteller zeichnen Programme mittlerweile nach Effizienzklassen aus. Ein Blick in die Bedienungsanleitung ist hilfreich: Dort wird häufig angegeben, welches Programm den Verbrauchswerten auf dem EU-Energielabel zugrunde liegt – meist handelt es sich um ein Eco-Programm bei 40 Grad oder 60 Grad.

So arbeitet die Waschmaschine effizient: Pflege und Beladung

Auch der Zustand des Geräts beeinflusst den Verbrauch. Verschmutzte Filter, verstopfte Schläuche oder verkalkte Heizstäbe erhöhen den Energiebedarf, ohne dass dies sofort auffällt. Regelmäßige Pflege hilft dabei, die ursprüngliche Effizienz der Waschmaschine zu erhalten.

  • Flusensieb alle paar Wochen säubern
  • Gummidichtungen abwischen, damit sich kein Schimmel und keine Ablagerungen bilden
  • Abhängig von der Wasserhärte gelegentlich ein Entkalkungsprogramm oder eine Heißwäsche ohne Beladung durchführen

Auch die Füllmenge wirkt sich auf die Bilanz aus: Eine nur halb gefüllte Trommel braucht beinahe genauso viel Strom wie eine gut beladene. Ideal ist eine Beladung, bei der oben noch etwa eine Handbreit Platz bleibt. So kann sich die Wäsche ausreichend bewegen und die Energie wird sinnvoll eingesetzt.

Was Waschmaschine und Stromnetz gemeinsam haben

Wer Waschprogramme in ruhigere Stunden verschiebt, spart nicht nur bei der eigenen Rechnung. Bei hoher Nachfrage müssen Netzbetreiber zusätzliche Kraftwerke aktivieren oder kostspielige Reservekapazitäten einsetzen. Das erhöht nicht nur die Preise, sondern auch den Ausstoß von Treibhausgasen.

Halten sich viele Haushalte an dieselben einfachen Grundsätze – keine Wäsche während der Abendspitze, stattdessen nachts oder früh morgens waschen und den Eco-Modus verwenden –, wird das System deutlich entlastet. Gerade an sehr kalten Wintertagen kann das messbare Auswirkungen haben.

Wie groß der Effekt auf die Stromrechnung sein kann

Ein Rechenbeispiel: Wird eine Waschmaschine drei Mal pro Woche abends im 60-Grad-Programm betrieben, kommen über ein Jahr beträchtliche Kilowattstunden zusammen. Wird derselbe Rhythmus auf ein sparsames 40-Grad-Programm verlegt – und zusätzlich in die günstigen Nachtstunden –, lässt sich der Stromverbrauch je Waschgang häufig um ein Drittel oder mehr senken.

Je nach Tarif kann das im Laufe eines Jahres einen zwei- bis dreistelligen Eurobetrag ausmachen. Mit steigenden Energiepreisen nimmt dieser Effekt über die Zeit weiter zu. Familien mit viel Wäsche oder Haushalte mit älteren Geräten sollten daher prüfen, ob sich ein neues, sparsameres Modell langfristig rechnet.

Was Sie sich merken sollten

  • Zwischen 18 und 22 Uhr möglichst nicht waschen – das ist die teure Spitzenzeit.
  • Wenn der Tarif günstiger ist, bevorzugt nachts oder in den frühen Morgenstunden waschen.
  • Konsequent Eco-Programme und niedrigere Temperaturen nutzen, sofern es hygienisch möglich ist.
  • Die Maschine regelmäßig reinigen und sinnvoll beladen, um vermeidbaren Mehrverbrauch zu verhindern.

Wer diese Hinweise beherzigt, muss den Alltag nur geringfügig umstellen, kann die Kosten aber spürbar beeinflussen. Die Waschmaschine bleibt damit, was sie sein soll: unauffällig, verlässlich – und vor allem kein heimlicher Stromfresser zur teuersten Tageszeit.

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Martin Kogler

Martin Kogler ist vielseitiger Fachautor und Berater mit langjähriger Erfahrung in Handwerk, Haushalt, Technik und praktischen Alltagslösungen. Als echter Allrounder interessiert er sich besonders für nachhaltige Reparaturen, smarte Werkzeuge und Tipps, die das Leben daheim einfacher und effizienter machen.

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